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  Lagerplatz für Pfadfinder und Jugendgruppen in Masuren


Lagerplatz für Pfadfinder und Jugendgruppen in Masuren Masuren. Lagerplatz für Pfadfinder und Jugendgruppen

Etwa 1,5 km entfernt von der Gemeinde Harsz entfernt
Auf einem 240.000 qm naturbelassenem Grundstück mit Wald, Büschen und Wiesen, befinden sich 2 Lagerplätze für Jugendliche am Südufer des Darginsee. Gewässerkarte Die Plätze sind räumlich bis zu dreihundert Meter von einander entfernt, zum Ufer sind es etwa 80 bis 100 Meter.



Zelte können sowohl im Schatten, wie auch im Halbschatten aufgebaut werden. Die Lagerplätze verfügen über eine eigene Anfahrt.
Ausstattung
Alle Lagerplätze verfügen über einen Strom-und Wasseranschluss (wird jährlich vom Gesundheitsamt überprüft) und Sanitäreinrichtungen, in der Nähe. Insgesamt stehen 12 WC und 6 Duschen zur Verfügung. Zwei Lagerplätze verfügen über einen Unterstand mit Tischen und Bänken. Zeltstangen für Jurten, Brennholz und Gasflaschen zum Tauschen sind vorhanden, ebenfalls können Bierzeltgarnituren ausgeliehen werden.

Eine Kochgelegenheit gibt es nicht. Ihr müsst also ein Küchenzelt aufbauen. Nicht benötigte Ausrüstungsgegenstände können in einer Garage gelagert werden. Hier befinden sich auch einige Kühlschränke und Tiefkühltruhen. Die Stromablesung hierfür erfolgt über einen Zähler. Für Wertgegenstände steht ein Safe bereit.

Lagerplatz für Pfadfinder und Jugendgruppen in MasurenBauholz / Feuerholz.
Kann auf Wunsch vom Förster oder einem Sägewerk besorgt werden. Preis auf Anfrage. Feuer machen erlaubt. Brennholz liegt kostenlos bereit.

Was kann man unternehmen?
Zentral in der großen Masurischen Seenplatte gelegen, gibt es viele Sehenswürdigkeiten und Naturerlebnisse in der Nähe. Schloss Steinort, eines der schönsten Bauwerke mit 600 jähriger Geschichte, die Wolfschanze, Führerhauptquartier mit gespenstischen Bunkeranlagen. Die Puszcza Borecka,< ein riesiges Urwaldgebiet mit vielen bei uns ausgestorbenen Tieren und einem Wiesentgehege.

Wallfahrtsort Heilige Linde
Schloss Steinort. Ein von Sagen um wobener Ort.
Größenwahn und Widerstand. Die Wolfsschanze.
Wisentgehege / Naturschutzgebiet Borkener Heide.

Als Tagesausflüge bieten sich Touren nach Danzig und Warschau an. Zu allen Sehenswürdigkeiten können wir einen Autobus chartern. Der km Preis liegt bei 1,00 Euro.
Kanutouren in Masuren

Bei guter Wetterlage auf den Seen oder auf der Sapina. Dieser kleine Fluss ist wirklich ein Erlebniss. Durch eine fast unbewohnte, abwechslungsreiche Landschaft schlängelt sich die Sapina dem Mauersee entgegen. Tagestouren oder Rückkehr über die Seen zum Camp Park sind möglich. Die passenden Kanus können Sie bei uns mieten. Einsetzen und Abholung übernehmen wir.


Häufige Fragen
Nächste Einkaufmöglichkeit in 1,4 km Entfernung im Dorf Harsz. Supermärkte sind 9 km Angerburg oder 18 km Gizycko entfernt. In diesen Orten befinden sich alle Einrichtungen einer medizinischen Betreuung, sowie Krankenhäuser. Deutsche Krankenkassen kommen in der Regel nicht für eine Behandlung in Polen auf. Es empfiehlt sich also eine Reisekrankenversicherung. (ADAC).

Geld kann bei polnischen Banken vom Automaten abgehoben werden.

Pilze sammeln
Die Wälder sind berühmt für Ihren Reichtum an Pilzen. In Polen ist jeder ein Experte. Chef Jurek kennt alle guten Plätze und Ihre Ausbeute sollten Sie ihm vorsichtshalber zeigen.

Angeln
Wer eine Angelrute hat, sollte sie mitbringen. Angelscheine kosten nicht viel.

Erreichen können Sie uns unter der Telefonummer: +48874279509


Hier noch Fotos und Berichte von Pfadfindern die uns im letzten Jahr besucht haben.
dpsg-Franziskus
Pfadfinder-Mülln
VCP Wolfenbüttel
Pfadis Neckarau

Film von einem unserer Lagerplätze.
Lagerplatz im Herbst, mit Cora
Lagerplatz für Pfadfinder und Jugendgruppen in MasurenPfadfinder Sommerlager 2003 des Stamm Johann Hinrich Wichern
Von: Timo Zacher

Unser Abfahrtstag war der 10. Juli 2003. Wir, 35 Stammesmitglieder des VCP Pfadfinder Stamm Johann Hinrich Wichern, trafen uns um 20.00 Uhr am Busbahnhof Braunschweig. Von hier aus werden wir mit einem Bus des Busunternehmens Baron zuerst durch den Osten Deutschlands und dann durch ganz Polen bis nach Gizycko transportiert. An der polnischen Grenze angekommen, werden die Pässe kontrolliert - alle dürfen weiterfahren. Bei einer der unzähligen Schokoladenfabriken des Busunternehmens wird der Bus aufgetankt. Kleine
Schokoladenproben wecken uns aus unseren Träumen. In Gizycko empfangen uns Gil und Alex, die schon einige Tage vorher mit unserem Material durch die weiten Polens zu unserem Zeltplatz gefahren sind. Sie laden das Gepäck in ihren Wagen und zeigen uns den Weg zum Linienbus nach Pozezdrze, dem nächstgelegenen Ort zu dem Camp Park Sonatra, unserem Zeltplatz. Auch stellen sie uns gleich zwei polnische Pfadfinderinnen vor, die von heute an die gesamte Zeit des Lagers mit uns verbringen möchten. Von Pozezdrze aus bringt uns Gil per Shuttle-Bus bis zum Zeltplatz. Dort staunen wir über die Birkenwälder, Feuerstellen, Fahnenmäste, Ameisen und Fische im See - kurz um, der Platz ist wunderschön und lädt ein, entdeckt zu werden. Die erste Nacht verbringen die Kinder in der Oval-Jurte, dem großen Aufenthaltszelt. Die Mitarbeiter schlafen in der Küchenjurte, die verbunden ist mit einer anderen Jurte.

Am nächsten Morgen frühstücken wir ganz in Ruhe, teilen die geplanten Gruppen für den Kanu-Haijk ein und packen das Material. Das heißt, die Gruppe der Kanufahrer packt ihre Kleidung, ihre Nahrung, Koch- und Zeltmaterial in wasserfeste Packsäcke, die "Haijk-Leute" verstauen ihr gut durchdachtes Gepäck in ihren Affen oder anderen Wanderrucksäcken - und schon geht es los. Wir Wanderer gehen immer am Rand einer Landstraße, vorbei an Störchen, Kühen und Enten. Endlose Wälder und Wiesen liegen in unserem Blick, doch nicht ein Wanderweg. So kommen wir schließlich am Seeufer, an dem auch die Kanutruppe anlegen soll, an. Für ein kleines Trinkgeld überlässt uns der anliegende Bauer seine Wiese zum Schlafen und Feuer entfachen. Die Kanufahrer kommen erst später - klitschnass in die Nähe unseres Ufers. Ein Schlafsack der Meute III ist nass und somit muss ein Gruppenleiter ohne Schlafsack schlafen - nur in eine Kothenbahn eingewickelt, übersteht er dennoch die Nacht. Zurück geht es für uns Wanderer wieder auf der gleichen Landstraße - harter Boden und schnelle Autos! Doch unzählige Pausen mit Eis-Motivationen bringen uns dann doch zum Ausgangspunkt - unserem Lagerplatz.

Jetzt muss erstmal gegessen werden, denn auch die Paddler sind am Zeltplatz angekommen und halb verhungert, da das Brot in Polen nun mal nie reicht. Eine Nacht verbringen wir nun wieder bei Jurek, unserem Platzwart. Doch gleich am nächsten Tag, dem 14. Juli brechen wir wieder auf - auf zu neuen Abenteuern. So wie es schon in der Odyssee war, denn man kehrt nur nach Hause zurück, um wieder aufbrechen zu können. Diesmal wechseln die Gruppen und wir beschließen auch uns am Abend nicht zu treffen. So wandert die eine Gruppe in eine fremde Richtung. Die andere Gruppe, in der ich bin, fährt mit ihren Kanus die selbe Strecke, baut ihre Zelte am gleichen Ort auf wie am Samstag und bezahlt dem Bauern wieder ein kleines Trinkgeld. Am Abend legen zwei andere Gruppen mit ihren Booten am Ufer an, wir aber fallen müde in unseren Schlafsack. Mit Muskelkater in allen Muskeln des Körpers paddeln wir am nächsten Morgen weiter. Als wir eine Pause machen, entdecken wir einen Wald an Baumstümpfen, abgenagt von Bibern.

Am Dienstag kehren wir um die Mittagszeit wieder zurück auf den Lagerplatz. Zur Erholung haben zwei Mitarbeiter am nächsten Tag unserer Fahrt eine kleine Lagerolympiade geplant, bei der man unter anderem zusammengeknotet laufen muss, Eier balancieren und durch den See rennen soll. Die Sieger werden am Abend mit einer Tafel Schokolade belohnt - der Tag hatte sich gelohnt. Eine Burg wird besichtigt, ein Brief an die Heimat geschrieben. Auch der nächste Tag ist fast vorbei - viel zu schnell, doch das ist leider immer so, wenn man einen schönen Tag erlebt. Am Abend allerdings erleben zwei Sipplinge der Bussarde den wichtigsten Tag ihrer Pfadfinderlaufbahn - Ihre Pfadfinderaufnahme. Nun sind auch sie durch das Pfadfinderversprechen in unserem Stamm als Pfadfinder aufgenommen. Außerdem gibt es auch eine Wölflingsaufnahme eines Meutlings. Diese Feierlichkeit erklingt nun noch lange am Feuer in die Nacht hinein. Tschai wärmt uns und lässt uns die Mückenschwärme einfach vergessen. Der darauf folgende Tag verspricht zunächst auch sehr viel. Meute III und Meute II sollen von einem Förster durch die polnischen Wälder geführt werden, doch dieser ist wie verschwunden und so gibt es für diese beiden Gruppen einen Waschtag - wo einfach alles gesäubert wird - zwar nicht zur Freude der Meutlinge, doch zur allgemeinen Freude der Gruppenleiter. Die Älteren fahren zur Wolfsschanze, einem Führerhauptquartier von Adolf Hitler und informieren sich über die schreckliche Vergangenheit dieser Bunker. Am späten Nachmittag gehen alle im See baden. Der Abend soll zur Erholung der Mitarbeiter dienen und so übergeben wir alle Verantwortung und alle übrige Arbeit den Bussarden, die kurz vor ihrer Aufnahme in die Mitarbeiterschaft stehen. Wir Mitarbeiter bleiben den ganzen Abend bei Jurek, denn dieser hat für uns ein köstliches polnisches Mahl vorbereitet. Hin und wieder gucken wir auch heimlich dem Lagergeschehen zu, aber man kann sagen, dass die Bussarde diesen Abend sehr gut meisterten. Durch den geplanten Waschtag am nächsten Tag werden endlich auch alle Kleidungsstücke sauber, die schon fast mit dem Körper der Kinder und Mitarbeiter verwachsen sind. Das Abendbrot soll eigentlich aus Bratwurst und Brot bestehen, doch Bratwürste gibt es nicht in Polen und somit begnügen wir uns dann mit Brot und Aufschnitt. Gleich nach dem Frühstück am nächsten Morgen veranstalten wir einen Gottesdienst, gehen Schwimmen und ruhen uns im Schatten unter den Birken aus. Der Abbau am nächsten Tag verläuft sehr gut. Leider müssen wir feststellen, dass das Zeltmaterial große Mängel durch das Lager bekommen hat - das bedeutet wieder Arbeit. Die folgende Nacht schlafen alle - zur Freude der Mücken - wieder in der Ovaljurte oder unter freiem Himmel. Als wir dann die Rückfahrt antreten, sind wir zerstochen von Bremsen, Mücken und Ameisen, bewegt und begeistert von der Schönheit Polens und stolz auf eine Fahrt, die wir niemals vergessen werden. In Braunschweig merken wir, dass unsere Gedanken in den Masuren geblieben waren - unser Blick jedoch auf unsere nächste Fahrt, unser nächstes Lager gerichtet ist.

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Letzte Aktualisierung: Dienstag, 07. September 2010

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